Einträge von Stefan Kleeberg

Lesung mit Sally Perel beeindruckt nachhaltig

Die sprichwörtliche Stecknadel fallen hören konnte man am Freitag in der Aula des Gymnasiums am Stadtpark. Sally Perel, Autor der bekannten Autobiographie – Ich war Hitlerjunge Salomon – zog 400 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 -12 mit seiner Lebensgeschichte und seiner Botschaft an die heutige deutsche Jugend in seinen Bann.

Über zwei Stunden berichtete Perel von seinem Schicksal im Dritten Reich, das als einzigartig gilt. Der jüdische Junge Salomon hat überlebt in der Uniform des Feindes als Hitlerjunge Jupp. Sally Perel berührt seine Zuhörer zutiefst. Er berichtet vom Abschied von seinen Eltern, von der tiefgehenden Liebe seiner Mutter, die ihren Sohn fortschickt, um seine Chance zu überleben, ein wenig zu erhöhen. Ihr Abschiedswort – Du sollst leben – wird für Perel zum Antrieb seines Überlebenskampfes. Den Wunsch seines Vaters – Vergiss nie, dass du Jude bist – muss Perel lange Zeit hintanstellen. Die Schüler erfahren von Sally Perels dramatischem Weg in die deutsche Wehrmacht, für die er als Dolmetscher arbeitet. Später wird er als Hitlerjunge Schüler des HJ-Eliteinternates in Braunschweig. Perel berichtet sehr offen von seiner Begeisterung für die NS-Ideologie, die ihm wie ein Gift in sein noch jugendliches Gehirn eingetröpfelt wurde und die ihn seine Herkunft und seine Religion beinahe vergessen ließ.

Dennoch kommt Sally Perel heute gerne nach Deutschland, das er als sein Mutterland bezeichnet. Er spricht von seiner Liebe zur deutschen Jugend, aber auch von seinen Sorgen, wenn er wieder Deutsche in Bomberjacken sieht, die er ganz klar als Neonazis einordnet. Und hier wird Perel deutlich: Sein Zeitzeugenbericht soll Wirkung haben. Er macht seinen jugendlichen Zuhörern unmissverständlich deutlich, dass sie die Aufgabe haben, ein Deutschland ohne Hass und Rassismus zu gestalten. Sie müssen sich denjenigen entgegenstellen, die eine menschenverachtende Ideologie propagieren. Sally Perel macht deutlich, dass es nicht um Schuld geht, die Schuld an den Verbrechen des Nationalsozialismus sei nicht vererbbar. Aber es gehe heute um die Würde jedes Menschenlebens, die heutige Jugend müsse alles versuchen, um dieses Recht zu bewahren und rechten Strömungen konsequent entgegentreten.

Wie sehr Perel seine Zuhörer begeistert, zeigt die endlose Schlange seiner Zuhörer, die seine Autobiographie signieren lassen und auch noch ein paar persönliche Worte wechseln möchten. Perel ist dieser Kontakt sehr wichtig. Er nimmt sich für die Jugendlichen viel Zeit. Auch an die Schulen richtet Sally Perel eine klare Botschaft. Die Erziehung zum kritischen Denken ist für ihn die wichtigste Aufgabe der Schulbildung. Dass sein beeindruckender Zeitzeugenbericht zum tragenden Beitrag für eine solche Schulbildung wird, ist sicherlich sein zentrales Anliegen.

A. Rinnen

Berlinfahrt 2015

Vom 02. bis zum 6. Oktober fand dieses Jahr die zweite Berlinfahrt unserer Schule statt.

Mit dabei waren Frau Hopmann, Frau Rademacher und 16 geschichtsinteressierte Oberstufenschüler, die sich schon um sechs Uhr morgens am Uerdinger Bahnhof trafen.

Begonnen hat das Programm bereits kurz nach der Ankunft in Berlin, mit dem Besuch einer Debatte im deutschen Bundestag, wo wir einige Politiker, darunter auch uns namentlich bekannte wie beispielsweise Schäuble, Roth oder Gysi gesehen haben.

Anschließend hatten wir ausreichend Gelegenheit, die Reichstagskuppel und den Ausblick von der Dachterrasse über Berlin zu bewundern, bevor wir dann noch im Abgeordnetenhaus ein leckeres Mittagessen bekamen.

In den restlichen Tagen hatten wir viele Führungen, beispielsweise durch die Gedenkstätte im Stasiuntersuchungsgefängnis in Hohenschönhausen oder das Auffanglager Marienfelde, wo wir auf Zeitzeugen trafen, denen wir selbst Fragen stellen konnten. Hierdurch konnten wir uns viel besser in die damalige Situation hineinversetzen. Heutzutage ist es für uns unvorstellbar, dass Freunde, Verwandte und sogar Eheleute sich gegenseitig für den Staat bespitzelten, genauso dass der Staat mehr oder weniger willkürlich entscheidet, wer studieren darf und wer nicht. Dass auch heute noch an der Aufarbeitung dieses Teils deutscher Geschichte gearbeitet wird, konnten wir im Archiv der Stasiunterlagenbehörde (ehemals auch Gauck- jetzt Jahn-Behörde genannt) mit eigenen Augen sehen.

An der Bernauer Straße, an der noch ein Teil der Mauer erhalten ist, erfuhren wir viel über die Einzelschicksale von Menschen, die bei der Flucht umgekommen sind.

Der Höhepunkt der Reise war allerdings die Feier zum Tag der Deutschen Einheit vor dem Reichstagsgebäude. Zusammen mit unseren Lehrerinnen suchten wir uns gute Plätze, von denen wir die Show mit vielen Reden, Videos, Musik, eine extra für das 25 jährige Jubiläum konzipierte Lichtershow und ein anschließendes Feuerwerk sehen konnten.

Abschließend hatten wir alle insgesamt eine sehr schöne Fahrt, die zwar viele traurige Momente beinhaltete, aber dafür auch sehr ereignisreich war.

 

Sophie Killa und Christiane Kroll, Q2

Skibasar für die Jahrgangsstufe 9 am 1.10.2015

Haben Sie noch Skisachen von der letzten Skischulfahrt der Jahrgangsstufe 9?

 

Dann können Sie die Skibekleidung, den Helm und die Skibrille in der Schule verkaufen. Einfach die Skisachen im Lehrerzimmer mit kompletter Adresse und Preisvorstellung in einer Tüte z. Hd. Herrn Klindt im Lehrerzimmer abgeben. Das Geld oder die nicht verkauften Sachen werden den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10 dann nach dem Verkauf gegeben.

 

Neuer Termin: Do. 1.10.15

von 16 – 18 Uhr

im Foyer/Haupeingang der Schule