Stärken und Begabungen unserer Schülerinnen und Schüler entdecken und fördern, neue Interessen wecken und schnell und unkompliziert helfen, wo es nötig wird – das ist „Individuelle Förderung“ am Gymnasium am Stadtpark.
Lernen geschieht bei uns auf vielfältige Weise – oft ganz selbstverständlich im Fachunterricht, aber auch darüber hinaus. Neben dem regulären Unterricht bieten wir zahlreiche zusätzliche Angebote, die je nach Interesse und Bedarf gewählt werden können.
Um eine solide Grundlage für erfolgreiches Lernen an unserem Gymnasium zu schaffen, werden im Unterricht gezielt fachspezifische Methodenkenntnisse vermittelt, vertieft und eingeübt. Unser integriertes Methodencurriculum sorgt dabei für klare Strukturen und Transparenz.
Die digitale Grundbildung unserer Schülerinnen und Schüler wird an fest im Terminplan verankerten Medientagen erlernt und im Fachunterricht im Rahmen des Mediencurriculums gefestigt.
In den Jahrgangsstufen 9 und 10 bietet das Lerncoaching die Möglichkeit, in persönlichen Gesprächen mit Lerncoachs die eigenen Lernstrategien zu reflektieren und gezielt weiterzuentwickeln – für ein bewusstes und selbstständiges Lernen.
Um von Anfang an Interessen, Neigungen und Begabungen zu fördern, bieten wir neben unserem vielfältigen Angebot an Arbeitsgemeinschaften in den Jahrgangsstufen 5 und 6 eine Neigungsdifferenzierung an. Die Schülerinnen und Schüler wählen zwischen A wie Astronomie, B der Erfahrung auf der Bühne, C wie Chemie der Seifenblasen und Zauberschriften und weiteren spannenden Kursen ihr persönlich Highlight aus.
Die Teilnahme an zahlreichen Wettbewerben lädt dazu ein, sich vertieft mit einem Thema zu beschäftigen und dabei die Experimentierfreude und Problemlösekompetenz gezielt zu fördern – unterstützt durch die gut ausgestatteten Fachräume und Angebote unserer Schule.
Den Prozess der Studien- und Berufsorientierung unserer Schülerinnen und Schüler begleiten und unterstützen wir systematisch durch einen Berufswahlpass und eine Vielzahl an Maßnahmen, z.B. die Ermittlung eines Stärkenprofils, Betriebserkundungen, ein Schülerbetriebspraktikum, verschiedene Beratungsangebote oder ein Uni-Trainee.
Weitere Besonderheiten unserer Schule sind die Bläserklasse und Spanisch als 3. Fremdsprache. Neben Instrumentalunterricht und Ensembleproben freuen sich die Bläser vor allem auf die Bläserfahrt und das jährliche Konzert im Seidenweberhaus.
Wenn es einmal nicht so rund läuft, hilft z.B. die Unterstützung einer Oberstufenschülerin oder – schülers im Lernstudio im Studienraum, das allen Schülerinnen und Schüler bei Bedarf von montags bis donnerstags offen steht. Hier werden Fragen zu Hausaufgaben oder zur Vorbereitung von Klassenarbeiten beantwortet, Lerntipps gegeben und die Selbstlernmaterialien des Studienraums erklärt. Auch individuelle Trainingspläne, die es nach nicht ausreichenden Leistungen in Klassenarbeiten gibt, können hier bearbeitet werden. Darüber hinaus gibt es in den Hauptfächern in der Klasse 5 und 6 Lernzeiten zur Binnendifferenzierung und eine gezielte Unterstützung durch Förderunterrichte in Klasse 7 und 8 bzw. die Vertiefungskurse in der Sekundarstufe II.
Wer Fremdsprachen liebt, hat vielleicht Interesse an der französischsprachigen DELF-AG oder der englischsprachigen Cambridge-AG, bei der man ein weltweit anerkanntes Sprachdiplom erwerben kann. Oder entscheidet sich dafür, als Doppellerner ab Klasse 6 die Sprachen Latein und Französisch gleichzeitig zu erlernen. Im Rahmen des Drehtürmodells kann man das Latinum bereits in Jahrgangsstufe 9 erwerben und sich so weitere Wahlmöglichkeiten für die Oberstufe offenhalten.
Ansprechpartnerin: Frau Ising
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Module der individuellen Förderung
Bläserklasse (Hr. Tück) Die Schülerinnen und Schüler erlernen ein (Blas-)instrument und spielen im Ensemble.
DELF (Fr. Skupin) Die Schülerinnen und Schüler erwerben nach intensiver Vorbereitung (in AG-Form) ein Sprachzertifikat im Fach Französisch auf den Niveaustufen A2-C1.
Cambridge Certificate Advanced (Fr. Wagenaar)
Die Schülerinnen und Schüler erwerben nach intensiver Vorbereitung (in AG-Form) ein Sprachzertifikat im Fach Englisch auf dem Niveau C1.
Doppellernen Sprache (Fr. Köpke)
Die Schülerinnen und Schüler lernen gleichzeitig Latein und Französisch. Sie nehmen 1-2 Stunden am jeweiligen Unterricht teil und erarbeiten den fehlenden Stoff eigenständig.
Drehtürmodell Latein (Hr. Schroeder) Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 nehmen am Latein-Unterricht der Einführungsphase (EF) teil und erwerben so das Latinum am Ende der Jahrgangsstufe 10.
AGs, Wettbewerb siehe Aushang
Studien- und Berufsorientierung (Hr. Preiser, Hr. Draube)
Die Schülerinnen und Schüler werden beim Prozess der Studien- und Berufsorientierung durch eine Vielzahl an Maßnahmen (u.a. Potentialanalyse im Rahmen von KAoA in der Sek I, Schülerbetriebspraktikum / Uni Trainee in der Sek II) während der Schullaufbahn am Stadtpark systematisch unterstützt.
Lernzeitenkonzept (Fr. Ising)
In einer Doppelstunde einmal die Woche bekommen die Schülerinnern und Schüler die Möglichkeit in der Lernzeit in einzelnen Fächern an ihren Schwächen zu arbeiten („Fördern“) oder eigene Themen und Inhalte nach Interesse zu vertiefen („Fordern“).
Im ersten Halbjahr des 5. Schuljahrs wird diagnostiziert, in welchem Bereich die Schüler*innen besonderen Entwicklungs- und Nachholbedarf haben. Die Zeugniskonferenz teilt zum Halbjahr ein, an welchem Angebot die einzelnen Schüler*innen im kommenden Halbjahr teilnehmen. In den einzelnen Fächern (Deutsch, Mathematik, Englisch) werden zwei Stunden pro Woche Freiarbeitsarbeitsangebote gemacht.
Jede Schüler*in führt einen Hefter, in dem passend zur abgehefteten Förderempfehlung der Klassenkonferenz der Inhalt der Freiarbeit dokumentiert ist. Sowohl analoge als auch digitale Materialien auf dem iPad stehen zur Verfügung. Die betreuende Lehrkraft bespricht in regelmäßigen Abständen mit der Schüler*in, welche Fortschritte gemacht wurden und berät, welche weitere Schwerpunkte gesetzt werden. Nach einem Halbjahr ist der Wechsel in ein anderes Fach möglich.
Im Forderkurs entscheidet sich jede Schüler*in, begleitet und beraten von einer Lehrkraft, für ein individuelles Projekt. Altersgerechte Themen können aus dem MINT-Bereich, dem Feld von Kultur und Sprachen oder den Gesellschaftswissenschaften gewählt werden. Die Ergebnisse werden den Mitschüler*innen am Ende des Halbjahrs präsentiert.
Förderunterricht (FU) in Kl. 7 und 8 (nach Bedarf ) In kleinen Lerngruppen (max. 12 Schülerinnen und Schüler) werden zentrale Inhalte und Fertigkeiten des Faches wiederholt und trainiert. Die „Zuweisung“ der Schülerinnen und Schüler erfolgt durch den jeweiligen Fachlehrer und ist verbindlich. Nach Absprache zwischen Fach- und FörderlehrerIn ist Beginn und Ende der Teilnahme jederzeit möglich.
Lernprozessförderung: Lernen lernen und Lerncoaching (Fr. Gallé) In Jahrgang 5 beschäftigen sich unsere Schülerinnen und Schüler im Fach Lernen lernen mit grundlegenden Methoden, die sie zu effektivem und selbstständigem Lernen befähigen sollen. Dabei knüpfen wir bewusst und in Kooperation an die Erfahrungen aus der Grundschule an. Durch gezielte Übungen entdecken die Kinder eigene Lernwege, stärken ihre Konzentrationsfähigkeit und lernen, Lernstrategien bewusst einzusetzen.
Im Fachunterricht werden die erlernten Methoden im Fachunterricht angewendet und vertieft. Ziel ist, unsere Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt zu einem reflektierten und eigenverantwortlichen Lernen zu befähigen.
Ab Jahrgangsstufe 8 Beginn einer individualisierteren Förderung – Potentialanalyse & Lerncoaching:
Auf Basis individueller Potenzialanalysen entwickeln die Jugendlichen gemeinsam mit ihrem Lerncoach – zum Beispiel die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer ((durch intern fortgebildete Lehrkräfte)) – persönliche Lernstrategien. Ziel ist die Motivation und das Selbstvertrauen so zu fördern, dass selbstbestimmtes und nachhaltiges Lernen ermöglicht, sowie individuelle Herausforderungen gemeistert werden können.
Als dokumentarisches Herzstück wird ein persönliches Lernportfolio entwickelt, das den Lernprozess über mehrere Jahre begleiten und die Fortschritte, Erkenntnisse und Erfolge der Schülerinnen und Schüler sichtbar macht.
Blick in die Zukunft:
Um den veränderten Anforderungen der modernen Lern- und Lebenswelt gerecht zu werden, werden wir einen Schwerpunkt auf selbstreguliertes Lernen legen. Schülerinnen und Schüler wachsen heute in einer Welt auf, die von digitalen Medien, ständiger Erreichbarkeit, vielfältigen Informationsquellen und zunehmenden Ablenkungen geprägt ist. Aus diesem Grund sind traditionelle Lernmuster oft nicht mehr ausreichend, um sich in dieser komplexen Umgebung zurechtzufinden.
Kontinuierlich werden neue Techniken und Strategien ergänzt und erprobt, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, ihre Lernprozesse bewusster zu steuern und zu gestalten. So bleibt unser Programm, genau wie die Lebenswelt unser Jungendlichen, lebendig und dynamisch.
Dazu werden gehören:
Selbstmotivation und Zielsetzung: Entwicklung einer inneren Motivation und einer klaren Orientierung für das eigene Lernen
Aufmerksamkeitsmanagement: Strategien zur fokussierten Aufmerksamkeit, um der digitalen Ablenkung zu trotzen
Adaptive Lernplanung: Flexible Anpassung der Lernstrategien an individuelle Bedürfnisse
Achtsamkeit und Stressregulation: Methoden zur Bewältigung von Belastungen und zur Förderung der mentalen Gesundheit
Reflexion und Selbstevaluation: Regelmäßige Überprüfung und Anpassung der eigenen Lernwege
Dadurch können unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur effektiver lernen, sondern auch ihre Lernautonomie stärken, ihre Resilienz entwickeln und ihre mentale Gesundheit fördern – das sind unserer Meinung nach zentrale Kompetenzen für lebenslanges Lernen, persönliches Wohlbefinden und Demokratiefähigkeit.