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Berlin als Ort deutscher Geschichte – Schüler:innen der EF und Q1 sammeln vielfältige Eindrücke

Vom 4. bis zum 8. Mai 2026 hatten 20 geschichtlich und politisch interessierte Schüler:innen der EF und Q1 die Möglichkeit, nach Berlin zu fahren und dabei eine Reise durch die deutsche Geschichte zu erleben. Von der Zeit des Nationalsozialismus über die DDR bis hin zur heutigen Politik konnten wir einige Orte besuchen, die wir sonst nur aus dem Unterricht kennen.

Unsere Reise durch die deutsche Geschichte begann mit der brutalen Zeit des Nationalsozialismus. Besonders eindrucksvoll war dabei der Besuch des Konzentrationslagers Sachsenhausen. Die erhaltenen Gebäude, die Atmosphäre dieses Ortes und die Geschichten der Opfer machten die Grausamkeiten der NS-Zeit auf eine Weise greifbar, die weit über den Geschichtsunterricht hinausgeht. Es hat uns auf eine bewegende Weise nur mehr vor Augen geführt, dass hinter den Zahlen und Fakten echte Menschen und Schicksale stehen.
Von dort aus ging unsere Reise weiter in die Zeit der deutschen Teilung in BRD und DDR. Bei der Gedenkstätte Berliner Mauer Bernauer Straße erfuhren wir mehr über ihre Geschichte und die Schicksale der Menschen, welche „Opfer der Mauer“ wurden. Die Berichte über diese Fluchtversuche, sowie das Leben in einem geteilten Land, machten deutlich, wie sehr das System der DDR das Leben vieler Menschen geprägt hat.
Besonders bewegend waren auch der Besuch der ehemaligen Stasi-Zentrale Normannenstraße und des Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen. Dort bekamen wir eine Führung von einem Zeitzeugen, der selbst 14,5 Monate in diesem Gefängnis inhaftiert war. Seine persönlichen Erzählungen machten die Geschichte und diesen Ort besonders eindrucksvoll und emotional. Noch einmal zu hören und gleichzeitig zu sehen, wie Menschen überwacht und eingeschüchtert wurden, lies die damaligen Geschehnisse noch realer für uns werden.
Zum Abschluss unserer Reise kamen wir schließlich in der Gegenwart an: Im Deutschen Bundestag. Dort konnten wir eine Plenarsitzung live verfolgen und bekamen einen direkten Einblick in die heutige Politik Deutschlands. Anschließend hatten wir die Gelegenheit, mit dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling (CDU) ins Gespräch zu kommen und ihm unsere Fragen persönlich zu stellen.
Auch bei unserer Stadtführung begegnete uns die deutsche Geschichte, sowohl die Gegenwärtige, als auch die Vergangene. Wir besichtigten unter anderem das Brandenburger Tor, das Regierungsviertel, das Denkmal für die ermordeten Juden Europas sowie die East Side Gallery.

Neben all den lehrreichen und bewegenden Eindrücken hatten wir auch als Gruppe eine unvergessliche Zeit. So konnten wir Berlin nicht nur als Hauptstadt, sondern auch als Ort deutscher Geschichte erleben. Die Fahrt hat uns gezeigt, dass Geschichte auch außerhalb unserer Schulbücher überall zu finden ist.

Lilli Regese, Charlotte Künzel, Lucia Nannig und Mirja Lücker